{"id":1444,"date":"2016-01-04T01:20:17","date_gmt":"2016-01-04T00:20:17","guid":{"rendered":"http:\/\/culturetranslations.de\/en\/?p=219"},"modified":"2016-01-04T01:20:17","modified_gmt":"2016-01-04T00:20:17","slug":"partei-gerechtigkeit-und-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.culturetranslations.de\/en\/partei-gerechtigkeit-und-entwicklung\/","title":{"rendered":"\u201dPartei Gerechtigkeit und Entwicklung\u201d"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8221;section&#8221;][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; background_layout=&#8221;light&#8221; text_orientation=&#8221;left&#8221; text_font_size=&#8221;14&#8243; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; custom_margin=&#8221;3px|3px|3px|3px&#8221;]<\/p>\n<div class=\"et_pb_text et_pb_module et_pb_bg_layout_light et_pb_text_align_left et_pb_text_0\">\n<div class=\"et_pb_text et_pb_module et_pb_bg_layout_light et_pb_text_align_left et_pb_text_0\">\n<div id=\"node-article-full-group-main-image--2\" class=\"main-image group-main-image field-group-div\">\n<p class=\"main-image group-main-image field-group-div\">Translation from French into German<\/p>\n<h5 id=\"node-article-full-group-main-image--2\" class=\"main-image group-main-image field-group-div\"><strong>Ein schwieriger Balanceakt<\/strong><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"field field-name-body-summary field-type-ds field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\"><em>Trotz ihrer anhaltenden Popularit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung steht die islamistische \u201ePartei Gerechtigkeit und Entwicklung\u201c (PJD) vor dem Problem, ihr politisches Programm nicht gegen den Willen des K\u00f6nigshauses durchsetzen zu k\u00f6nnen. Von Mohammed Masbah<\/em>.<\/div>\n<div class=\"field-item even\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Glaubt man j\u00fcngsten Meinungsumfragen, so erh\u00e4lt die \u201ePartei Gerechtigkeit und Entwicklung\u201c (PJD), die f\u00fchrende Partei der Regierungskoalition Marokkos, weiterhin gro\u00dfen \u00f6ffentlichen Zuspruch.<\/p>\n<p>Zwar brach die von den Islamisten gef\u00fchrte Regierungskoalition Anfang Juli auseinander, nachdem die Minister der konservativ-nationalistischen Istiqlal-Partei ihren Austritt aus der Regierung bekannt gegeben hatten.<\/p>\n<p>Auch scheiterte die PJD, wichtige Ziele ihres Parteiprogrammes umzusetzen (wie beispielsweise die \u00c4nderung der Rundfunkbestimmungen als Teil der \u00dcberarbeitung des Journalistengesetzes, die Reform des Rechtssystems, der Kampf gegen die Korruption, die Reform der Sozialversicherungssysteme). Dennoch kann die Partei noch immer auf die Unterst\u00fctzung gro\u00dfer Teile der marokkanischen Bev\u00f6lkerung z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>\u200b\u200bLaut j\u00fcngsten Wahlergebnissen konnte die PJD sogar in den St\u00e4dten Tanger, Marrakesch und Fez an Stimmen noch weiter zulegen. Zudem hat die Partei ihren Einflussbereich durch die Einrichtung von Zweigstellen in l\u00e4ndlichen Gebieten, die fr\u00fcher von den K\u00f6nigsparteien dominiert wurden, ausgeweitet.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Populismus und Opferrolle<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Aufgrund ihres erweiterten politischen Wirkungsgrades innerhalb und au\u00dferhalb der Regierung konnte die PJD\u00a0ihre Popularit\u00e4t innerhalb der Bev\u00f6lkerung ausbauen. Am meisten beeindruckten die Minister der Partei Teile der Bev\u00f6lkerung mit ihren Ank\u00fcndigungen, an ihrem urspr\u00fcnglichen politischen Vorhaben festzuhalten, allen m\u00f6glichen Widerst\u00e4nden zum Trotz.<\/p>\n<p>Auch wenn die Gegner von Ministerpr\u00e4sident Abdelilah Benkirane bis heute kritisieren, er verbreite eine populistische Stimmung, so erntet dieser\u00a0weiterhin gro\u00dfen Zuspruch von vielen Marokkanern, die von seinem Regierungsstil \u00fcberzeugt sind. Benkiranes monatliche Treffen mit Parlamentariern dienten bislang dem Zweck, den B\u00fcrgern zu versichern, die Reformen konsequent durchzuf\u00fchren und der Korruption ein Ende zu setzen.<\/p>\n<p>Mit seiner Redegewandtheit und seiner Volksn\u00e4he weckt er bei den B\u00fcrgern den Eindruck, dass er den Kampf gegen die Korruption in ihrem Namen f\u00fchrt und auf ihre anhaltende Hilfe angewiesen ist. Sobald Benkirane Probleme bei der Umsetzung seiner Reformen bekommt, nimmt er in seinen Diskursen eine Opferhaltung ein, was von seinen Parteianh\u00e4ngern aber noch immer gut gehei\u00dfen wird.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem pflegen \u00f6rtliche Parlamentsabgeordnete weiterhin die direkte Kommunikation mit ihren W\u00e4hlern und bieten dieselben sozialen Dienste an, wie zu Beginn ihres\u00a0politischen Aufbruchs. Wie in jedem Jahr initiierten die islamistischen Parlamentarier auch im vergangenen\u00a0M\u00e4rz 2013 in allen Regionen Marokkos die sogenannte \u201eAl-Misbah\u201c-Karawane (das Wort arabische Wort \u201eMisbah\u201c hei\u00dft Lampe und stellt das Symbol der PJD dar).<\/p>\n<p>Diese Aktion beinhaltete diverse Informationsveranstaltungen in mehreren D\u00f6rfern und St\u00e4dten, um einerseits den direkten Kontakt mit den B\u00fcrgern zu f\u00f6rdern, andererseits er\u00f6ffnete die Karawane dem Gesetzgeber die M\u00f6glichkeit, \u00fcber die Erfahrungen in der Regierung und die aufgetretenen Probleme zu referieren und diese den Menschen zu erl\u00e4utern.<\/p>\n<div class=\"media media-element-container media-large image-left\">\n<div class=\"field field-name-field-file-image-caption-text field-type-text field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\">F\u00fcr einen demokratischen Wandel in Marokko: Trotz der Popularit\u00e4t der PJD wenden sich viele Oppositionelle \u2013 wie etwa die Bewegung des 20. Februar \u2013 gegen die Regierung aufgrund fehlender Fortschritte im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Armut in dem nordafrikanischen Land.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u200b\u200bSeit ihrem Machtantritt hat sich die Parteipolitik der PJD nicht wesentlich ver\u00e4ndert, da die Beamten, die das R\u00fcckrat der Partei bilden, noch immer die Kommunal- und Staatspolitik lenken. Au\u00dferdem wird die PJD durch ein mit ihr verbundenes Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen erheblich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Kritik am \u201eislamischen Experiment\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz \u00e4u\u00dfern sich verschiedene politische Akteure (auch andere islamistische Gruppierungen) kritisch \u00fcber die PJD, wobei der Erfolg des \u201eislamischen Experiments\u201c Marokkos immer mehr in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p>Dagegen mangelt es den meist durch das K\u00f6nigshaus kontrollierten Gegnern der PJD im Parlament (weitgehend bekannt als \u201eadministrative Parteien\u201c)\u00a0an Legitimit\u00e4t im Volk. Die einzige Ausnahme ist die Sozialistische Union (USFP), die \u00fcber ein wenig Unabh\u00e4ngigkeit verf\u00fcgt, die aber von und internen Konflikten und Machtk\u00e4mpfen gezeichnet ist, welche teilweise auf die bewussten politischen Man\u00f6ver des K\u00f6nigshauses zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Eingriffe wurde das k\u00f6nigliche Gefolge von Ministerpr\u00e4sident Benkirane bereits mehrfach ger\u00fcgt. Auch treten vermehrt Spannungen zwischen islamistischer Regierung und K\u00f6nigshaus auf, die ein Schlaglicht auf die gewachsene Rivalit\u00e4t auf politischer, administrativer und wirtschaftlicher Ebene werfen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung jedoch stellen wohl immer noch die Partner der PJD in der f\u00fchrenden Koalition dar, insbesondere die Istiqlal-Partei und die Volksbewegung (MP), auf die der K\u00f6nigspalast einen starken Einfluss aus\u00fcbt. Wenn der Monarch etwa zu der Auffassung gelangt, dass die Fortf\u00fchrung der Regierung nicht l\u00e4nger in seinem Interesse ist, wird er beide Parteien dazu benutzen, damit die Koalition auseinanderbricht.<\/p>\n<p>Genau dieser Fall ist Anfang Juli eingetreten: Die nationalistische Istiqlal, hatte ihr Ausscheiden aus der Koalition angek\u00fcndigt und damit den Weg freigemacht f\u00fcr eine Kabinettsumbildung oder vorgezogene Parlamentswahlen.<\/p>\n<p><strong>Zeichen der Transparenz oder Islamisierung?<\/strong><\/p>\n<p>Bereits am 3. Januar hatte der Generalsekret\u00e4r der Istiqlal-Partei eine Kabinettsumbildung gefordert, um den Reformprozess zu beschleunigen. Weitere Istiqlal-Mitglieder standen dem Reformvorschlag der PJD f\u00fcr Sozialversicherungen kritisch gegen\u00fcber und argumentierten, dass dieser Marokkos Kaufkraft schaden w\u00fcrde.<\/p>\n<div class=\"media media-element-container media-large image-left\">\n<div class=\"field field-name-field-file-image-caption-text field-type-text field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\">Zerw\u00fcrfnis mit Ministerpr\u00e4sident Benkirane: Istiqlal-Chef Hamid Chabat hatte zuletzt die Streichung staatlicher Subventionen f\u00fcr Treibstoff durch den Ministerpr\u00e4sidenten kritisiert. Seine Partei, die zweitst\u00e4rkste politische Kraft Marokkos, versuchte bereits im Mai, die Regierung zu verlassen.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u200b\u200bSowohl in der Regierung als auch im Parlament k\u00f6nnen die Loyalisten des K\u00f6nigs den Initiativen der PJD einfach blockieren, insbesondere dann, wenn sie die Interessen der Monarchie gef\u00e4hrden. Ein Beispiel: Im April 2011 ver\u00f6ffentlichte der Transportminister der PJD, Abdelaziz Rabbah, eine Liste all jener Personen, die \u00fcber eine innerst\u00e4dtische Transportlizenz verf\u00fcgten (viele dieser Lizenzen werden willk\u00fcrlich, als k\u00f6nigliche Gef\u00e4lligkeit erteilt, und die Leistungsberechtigten verkaufen oder vermieten diese dann weiter).<\/p>\n<p>Diese Demonstration von Transparenz wurde stark von den beiden Koalitionspartnern kritisiert und als populistische Handlung gewertet, die vorher nicht gen\u00fcgend \u00fcberpr\u00fcft worden sei. Ein weiterer Fall geht auf eine Initiative des Kommunikationsministers Mustapha Khalfi (ebenfalls PJD) zur\u00fcck, die \u00f6ffentlichen Rundfunkbestimmungen zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Nachdem die Regierungsbeh\u00f6rde f\u00fcr audiovisuelle Kommunikation Khalfis Vorschlag (welcher au\u00dferdem vorsah, den Aufruf zum Gebet f\u00fcnf mal t\u00e4glich auszustrahlen und die Verbreitung des Gl\u00fccksspiels zu verbannen) genehmigt hatte, missachtete eine Gruppe einflussreicher Journalisten diese Entscheidung und denunzierte sie \u00f6ffentlich, mit der Behauptung die PJD wolle den nationalen Rundfunkdienst \u201eislamisieren\u201c.<\/p>\n<p>Politische Beobachter glauben jedoch, dass die Einw\u00e4nde der Journalisten in Wirklichkeit von Unsicherheit und Angst gegen\u00fcber den neuen Standards f\u00fcr Transparenz und guter Regierungsf\u00fchrung zeugten. Als der Streit zu eskalieren begann, intervenierte schlie\u00dflich der K\u00f6nig, nahm die neuen Bedingungen gr\u00f6\u00dftenteils zur\u00fcck. Das Ministerium f\u00fcr Kommunikation bekam den Auftrag, eine \u00fcberarbeitete Fassung des Entwurfs vorzustellen.<\/p>\n<p><strong>Die PJD im Interessenskonflikt<\/strong><\/p>\n<p>Diese Interventionen haben die PDJ in ihrer \u00dcberzeugung gest\u00e4rkt, dass ein politischer Fortschritt ohne die Unterst\u00fctzung durch das K\u00f6nigshaus kaum m\u00f6glich sei. Benkirane hat sich nach diesen Erfahrungen bem\u00fcht, nicht in Ungnade des K\u00f6nigspalasts zu fallen und Konflikte zu vermeiden, auch wenn er damit auf die ihm laut Verfassungs\u00e4nderung von 2011 garantierte Exekutivgewalt teilweise verzichten muss.<\/p>\n<p>Im Spannungsfeld dieser Appeasement-Politik gegen\u00fcber dem Palast und der Verfolgung des eigenen islamistischen Reformprogramms gibt sich Benkirane pragmatisch. Aber vielleicht erhofft er sich davon auch nur kurzfristig, die vom K\u00f6nighaus kooptierte Opposition zu schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte diese Politik andeuten, dass der Ministerpr\u00e4sident nicht wirklich der Kapit\u00e4n auf dem Staatsschiff ist, sondern dass sich das Lenkrad noch immer in den H\u00e4nden des K\u00f6nigs befindet. Benkirane jedenfalls versucht unbeirrt inmitten st\u00fcrmischer Gew\u00e4sser durchzuhalten, ohne dabei zu viele seiner eigenen Anh\u00e4nger zu verlieren.<\/p>\n<p><em>Mohammed Masbah<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a9 Carnegie Endowment for International Peace 2013<\/em><\/p>\n<p><em>Mohammed Masbah ist Gaststipendiat am Deutschen Institut f\u00fcr Internationale Politik und Sicherheit (SWP) in Berlin.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzt aus dem Englischen von Julie Schwannecke<\/em><\/p>\n<p><em>Redaktion: Arian Fariborz\/Qantara.de<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.qantara.de\/content\/marokkos-partei-gerechtigkeit-und-entwicklung-ein-schwieriger-balanceakt\"><em>You can read the orgiginal german translation here.<\/em><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n<h3 class=\"main-image group-main-image field-group-div\">A Delicate Balancing Act<\/h3>\n<div class=\"main-image group-main-image field-group-div\">English Original<\/div>\n<h5 class=\"main-image group-main-image field-group-div\"><strong><span class=\"title-kicker\">Morocco\u2019s Islamist Justice and Development Party<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"field field-name-body-summary field-type-ds field-label-hidden\">\n<div class=\"field-items\">\n<div class=\"field-item even\"><em>Morocco\u2019s Islamist Party of Justice and Development shot to power for the first time after triumphing in parliamentary polls held in 2011. But despite rising popular support and stalled programs of reform, Morocco\u2019s Justice and Development Party still has to toe the palace line. By Mohammed Masbah.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"content-body clearfix\">\n<p>Recent opinion polls show that the Justice and Development Party (PJD) leading the ruling coalition in Morocco still enjoys significant public support. Even though the party\u2019s most prominent plans (such as the amending of broadcasting terms as part of the journalism code overhaul, reforming the judiciary, combating corruption, and revamping state subsidies and social security programs) have stalled, the PJD\u2019s popular support remains strong.<\/p>\n<p>It fact, this support has steadily risen, as seen in the results of recent partial elections held in Tangiers, Marrakesh, and Fez. Furthermore, the party has been expanding its reach, adding new local branches in rural areas traditionally dominated by the parties close to the palace.<\/p>\n<p><strong>Retaining popular appeal<\/strong><\/p>\n<p>The PJD has been able to maintain widespread backing due to its approach to politics both within the government and outside of it. The most striking impression given off by the party\u2019s cabinet ministers is how little their powerful government positions have changed them \u2013 many have retained their popular appeal.<\/p>\n<p>\u200b\u200bFor instance, though Prime Minister Abdelilah Benkirane\u2019s opponents accuse him of pandering to populist sentiment, he continues to hold high approval ratings among a public largely charmed by his style.<\/p>\n<p>Benkirane has been utilizing his monthly meeting with parliamentarians to reassure citizens that he is determined to see through reforms and root out corruption. His rhetoric gives citizens the feeling that he is battling pockets of corruption on their behalf \u2013 in his colourful slang, the \u00ab\u00a0crocodiles and devils\u00a0\u00bb of dishonest officials \u2013 and needs their continued support.<\/p>\n<p>Benkirane falls back on this language of victimization, which still has resonance amongst party supporters, whenever he runs into trouble pushing through his reforms.<\/p>\n<p><strong>Direct communication with citizens<\/strong><\/p>\n<p>Local PJD parliamentarians have also continued their trademark style of direct communication with their constituents \u2013 offering the same social services that they initially used to garner support.<\/p>\n<p>As they do every year, in 2013 Islamist parliamentarians launched the \u00ab\u00a0al-Misbah caravan\u00a0\u00bb (the term deriving from the PJD symbol, the lamp, or misbah) from March 28 through March 31 in all regions of Morocco. This consisted of a series of town hall-style meetings held in villages and cities to communicate directly with citizens, allowing legislators to explain their experiences in government and the problems they face.<\/p>\n<p>The party\u2019s approach has not been significantly altered by their ascent to power, as the mid-level officials that form the organization\u2019s backbone remain in place and continue to run the party\u2019s local and national affairs. Also, a network of civil society organizations associated with the PJD plays a major role in mobilizing and maintaining support.<\/p>\n<p><strong>Dealing with the opposition<\/strong><\/p>\n<p>In parliament, however, the Justice and Development Party faces significant criticism from a range of political players (including other Islamists), all of whom question whether Morocco\u2019s Islamist experiment in government will succeed. The PJD\u2019s opponents in parliament, who mostly belong to parties controlled by the palace (widely referred to as \u00ab\u00a0administrative parties\u00a0\u00bb) lack legitimacy.<\/p>\n<p>\u200b\u200bThe only exception is the Socialist Union (USFP), which maintains some independence, but is plagued by fragmented and internal conflict \u2013 at least partly generated by ongoing royal attempts to coopt it.<\/p>\n<p>In addition to dealing with a contentious \u2013 albeit weakened \u2013 opposition in parliament, the party has also had to contend with palace manipulations. On several occasions, Benkirane has criticized the royal entourage for its interventions, resulting in tensions; a rivalry between the two is becoming visible in a range of political, administrative, and economic fronts.<\/p>\n<p>But the most serious challenges have come from the PJD\u2019s partners in the ruling coalition \u2013 particularly the Istiqlal Party and the Popular Movement (MP), through which the palace actively intervenes to set the government\u2019s tempo.<\/p>\n<p>Now, apparently, the palace has decided that the government\u2019s survival is no longer in its interest, so it has used both to break apart the coalition. Already on January 3, Hamid Chabat, Istiqlal\u2019s secretary-general, called for a reshuffling of the cabinet to address the slow pace of progress. The Istiqlal Party had, on several occasions, criticised the PJD for failing to shore up the economy and solving pressing social problems.<\/p>\n<p>Now, finally, on 12 July, the Istiqlal Party made good on their threat to quit the government, raising the possibility of early elections. Alternatively, though some analysts believe the likeliest scenario is still a reshuffle of cabinet.<\/p>\n<p><strong>Stalling initiatives<\/strong><\/p>\n<p>But either way, for the PJD one basic problem remains, despite their widespread popular support: Palace loyalists \u2013 both in government and in parliament \u2013 can and have easily stalled the PJD\u2019s initiatives, particularly if they threaten royal interests.<\/p>\n<p>\u200b\u200bThe first example came in April 2011 when Minister of Transport Abdelaziz Rabbah (of the PJD) published a list of those benefiting from inter-city transport licenses (many of these licenses are arbitrarily granted as royal favours, with beneficiaries selling or renting them out). This attempt at transparency was sharply criticized by the two coalition partners as a populist move that had not been sufficiently studied beforehand.<\/p>\n<p>A second example came when the Minister of Communications Mustapha Khalfi (also of the PJD) moved to modify public broadcasting terms as part of a broader initiative to revamp journalistic practices in the country.<\/p>\n<p>After the Higher Council of Audiovisual Communication approved Khalfi\u2019s proposal (which included an initiative to broadcast the call to prayer five times a day and to ban the promotion of gambling), a group of influential journalists \u2013 including the prominent Salim Cheikh and Samira Sitail of the national channel 2M \u2013 resisted the decision and publicly denounced it, claiming the PJD was seeking to \u00ab\u00a0Islamize\u00a0\u00bb broadcasting in the country.<\/p>\n<p>Some observers, however, pointed out that these journalists\u2019 were perhaps more fearful of new standards of transparency and good governance required in the terms. Following a bitter dispute, the king intervened and scrapped these terms, and now the ministry of communications is set to introduce a revised draft.<\/p>\n<p><strong>Dependent on royal support<\/strong><\/p>\n<p>These standoffs have reinforced the PJD\u2019s conviction that real headway is not possible without royal support. Benkirane has been doing his utmost since to stay in the palace\u2019s good graces and avoid conflicts \u2013 even when it requires forgoing some of the executive authority invested in the government through the 2011 constitutional amendment. His reluctance to ruffle royal feathers has essentially meant that Justice and Development\u2019s campaign promises will not yet see the light of day.<\/p>\n<p>In weighing short-term survival (appeasing the palace) against an aggressive pursuit of the significant reform agenda that party supporters were hoping to see, Benkirane has proven pragmatic. But then again, he may just be hoping this is the right way to wear out the palace opposition.<\/p>\n<p>Such policies might indicate to many that the prime minister is not really the captain of the ship of state and that that wheel remains firmly in the king\u2019s hands. Benkirane is simply trying to hold on amid rough waters \u2013 without losing too many of his own people.<\/p>\n<p><em>Mohammed Masbah<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a9 Carnegie Endowment for International Peace 2013<\/em><\/p>\n<p><em>Mohammed Masbah is a visiting fellow at the German Institute for International and Security Affairs (SWP) in Berlin.<\/em><\/p>\n<p><em>Qantara.de editor: Lewis Gropp<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/en.qantara.de\/content\/moroccos-islamist-justice-and-development-party-a-delicate-balancing-act\">Source: Qantara.de<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Translation from French into German Ein schwieriger Balanceakt &nbsp; Trotz ihrer anhaltenden Popularit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung steht die islamistische \u201ePartei Gerechtigkeit und Entwicklung\u201c (PJD) vor dem Problem, ihr politisches Programm nicht gegen den Willen des K\u00f6nigshauses durchsetzen zu k\u00f6nnen. 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